Kein Bild

Maßgeschneiderte Marketing Automatisierung ermöglicht eine einfallsreiche, facettenreiche und anpassungsfähige Umsetzung

21. April 2018 team 0

Anforderungen an das Marketing in einer Welt der unendlichen Möglichkeiten

Das Marketingkonzept ist heute besonders vielseitig und kann auf vielen Ebenen stattfinden. Doch diese Flexibilität und Vielschichtigkeit bringt auch ihre Schattenseiten mit sich. Denn potenzielle Kunden werden inzwischen von Reklamen nur noch überrollt. Viele Personen hängen an ihren Briefkästen kleine Schildchen mit „keine Werbung“ und häufig werden zusätzliche „Spam-Mailadressen“ eingerichtet, die das persönliche Postfach vor einer Newsletter-Flut schützen sollen. Auch in Städten reihen sich gewaltige Plakate in großer Maße hintereinander an. Die tatsächlichen Werbebotschaften der Firmen gehen im pausenlosen Wettbewerb zunehmend unter. Die eigenen Informationen verbreiten steht schon lange nicht mehr an erster Stelle – schrille Farben, verrückte Motive und Aufmerksamkeit, koste es, was es wolle, müssen nun die Kunden anziehen. Doch wirklich gewinnen können die Betriebe in dem Marketing-Dschungel nicht mehr. Mit den eleganten Tools der Marketing Automatisierung kann hier dennoch gezielt entgegengewirkt werden. Profitieren Sie von „Fahrplänen“, die Ihre Kunden direkt ansprechen und sich an deren Wünsche anpassen können. Steigern Sie den Informationsinput Ihrer Werbung und benutzen Sie durch Marketing Automatisierung neue innovative Wege, um auf Ihren Betrieb die Aufmerksamkeit zu lenken. Doch seien Sie nicht zu langsam, denn Umfragen entsprechend wollen etwa 38% der befragten Unternehmen in Zukunft deutlich mehr Energie in die Marketing Automatisierung hineinstecken.

Eine kurze Definition des Begriffs „Marketing Mechanisierung“

Im deutschen Sprachgebrauch wird Marketing Mechanisierung auch häufig als automatisiertes Marketing bezeichnet. Allgemein interpretiert man als diese Bezeichnung automatisierte Marketingprozesse für deren Umsetzung eine Applikation genutzt wird, um Werbe- und weitere Marketingprozesse zu automatisieren. Meist werden in diesem Fall Profile vom Kaufverhalten der Nutzer erstellt, um basierend auf dieser Tatsache individuell abgestimmte Werbekampagnen zu starten. Dadurch kann das automatisierte Marketing signifikant individueller gemacht werden und ist deshalb auch weitaus zielführender als allgemeines Massenmarketing. Auch kann die Verständigung unter Kunden und Betrieben durch Marketing Automation erheblich angehoben und besser gemacht werden. Doch eine professionelle Applikation bietet auch noch weitere Werkzeuge und kann als Folge ein ausgezeichnetes Rundumpaket für jedes Unternehmen anbieten. In Folge dessen wird das CRM entsprechend angepasst und gewinnbringender, da alle Daten und Interaktionen unter Firmen und Kunden gezielt verarbeitet werden können. Seit der Gründung von Programmen zur Umsetzung von automatisierten Marketingstrategien beglücken diese Lösungen nicht nur Großkonzerne, ebenfalls kleinere Betriebe können an den vielseitigen Möglichkeiten der Kundenansprache teilhaben. In den folgenden Jahren wird das Grundprinzip der Marketing Automation durch Machine-Learning noch zunehmend an erzielen.

Was mit Marketing Automation alles für ein Unternehmen möglich ist

In der Zwischenzeit hat sich der Markt dahingehend verändert, dass es viele verschiedenartigen Softwares zu kaufen gibt, die sich mit Marketing Automation beschäftigen und Firmen dadurch bei erfolgsversprechenderen Akquise von Kunden und Anbindung derselben Unterstützung bieten. Oftmals lässt sich zwischen unterschiedlichen Optionen wählen, da nicht jede Anwendung alle Umsetzungsmöglichkeiten des weitläufigen Gebietes der Marketing Automatisierung enthält.

Viele Werbemaßnahmen können durch Softwares bereits jetzt schon erledigt werden

  • Landingpage-Erstellung: Auf einer Landingpage findet sich ein Interessent über eine Online-Werbung oder eine Suchmaschinenanfrage ein. Dort wird er zu einer bestimmten Aktion – meist einem Produktkauf – ermutigt.
  • Social-Media-Marketing: Hierbei wird die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden bewusst über social networks auf die Firma gelenkt.
  • E-Mail-Marketing: Das ist ein Teil des Direktmarketings. Frühere Kunden werden gezielt per Mail angeschrieben und über Neuigkeiten informiert. Ziel ist dabei die verstärkte Anbindung der Kunden an das Unternehmen.
  • Web-Analyse: Bei diesem Vorgang wird das Handeln von Webseitennutzern aufgenommen und analysiert. In Folge dessen kann die Effizienz der Webseite erfasst und bei Bedarf maximiert werden.
  • Lead-Generierung: Leads sind mögliche Interessierte, die analysiert und verarbeitet werden. Diese sollten bewusst adressiert werden, wenn sie in das Zielgruppen-Schema des Betriebes passen, damit sie zu sicheren Kunden werden können.
  • CRM-System: Das Customer-Relationship-Management ist verantwortlich dafür, dass Wünsche der Kunden in die Ausrichtung des Unternehmens einfliessen, dadurch den Kundenbeziehungsprozess aktiv gestalten, damit die Kunden langfristig bleiben.
  • Conversion-Optimierung umfasst die vorhandenen Möglichkeiten die Konversationsrate auf der Internetseite zu erhöhen. Beispielsweise sollte das Layout und der Content, jedoch auch die Anwenderfreundlichkeit evaluiert werden.

Gründe, aus denen es wichtig ist, Softwares für die Marketing Automatisierung zu benutzen

Grundsätzlich können Marketingaktivitäten über Marketing Automation optimaler vorbereitet, geplant und durchgeführt werden. Auch die Evaluierung der Erfolge einzelner Werbekampagnen wird erst durch eine passende Marketing Automatisierung Software denkbar. Das erlaubt einer Firma ökonomischer und effizienter zu handeln.

Ein Betrieb kann durch Marketing Automatisierung seine interessierte Zielgruppe genau ansprechen. Denn nicht alleine einige wenige Teile eines Newsletters werden personalisiert, ebenso auch die Fragestellungen, da die Software die Interessen des potenziellen Kunden berücksichtigt. So wird die Marketingaktivität für jeden Interessenten maßgeschneidert.

Mit so einem Programm bleibt ein Unternehmen einem möglichen Kunden präsent und kann an diesen relevante und nennenswerte Angaben versenden. Beispielsweise kann ausgewählt werden, dass wenige Tage nach einem Download auf der Firmenwebseite automatisch eine Informations-E-Mail an die entsprechende Person gesendet wird. Die Automatisierung der Kommunikation ist zeitsparender und auch merklich effizienter, als wenn Mitarbeiter einzeln an diese Dates denken müssen.…

Kein Bild

Missstände in Deutschland: Könnte es zu sozialen Unruhen oder sogar zum Bürgerkrieg kommen?

14. Mai 2013 team 0

Der deutschen Wirtschaft geht es gut, den Deutschen geht es gut, und im Übrigen geht es den Deutschen besser als den meisten Europäern. Das wird in regelmäßigen Abständen in der Presse von Rundfunk, Fernsehen und Internet aus ganz unterschiedlichen Richtungen so festgestellt. Bei näherem Hinsehen und Hinhören sind es in erster Linie die Politiker in Bund und Ländern, die sich mit diesen Aussagen an die Bevölkerung wenden. Sie tun das in erster Linie, um von den Entscheidungen abzulenken, die sie gegen die Interessen der Bürger treffen. Die haben sie gewählt, und von denen möchten sie das nächste Mal wiedergewählt werden. Missstände gibt es bundesweit in ganz unterschiedlichen Facetten; soziale Unruhen sind zurzeit nicht denkbar, und ein Bürgerkrieg Deutschland einfach nicht vorstellbar.

Soziale Unruhen ja, Bürgerkrieg Deutschland nein
Wie das Wort formuliert, ist der Bürgerkrieg eine Auseinandersetzung mit Waffengewalt innerhalb eines Landes. Beteiligt daran sind mindestens zwei, meistens mehrere inländische Gruppen, und zwar Bürger. Oftmals werden sie von außerhalb, also aus dem Ausland unterstützt. Für die inländische Sicherheit sind die Bundesländer zuständig und verantwortlich. Ein Bürgerkrieg wäre von der Definition her ein länderübergreifender Konflikt. Bürgerkriegsähnliche Definitionen wie Rebellen oder Rebellion, Aufständische oder Aufstand sind in Deutschland, auch vor dem Hintergrund des Grundgesetzes, einfach nicht denkbar.

Eine soziale Unruhe wird mit Aufstand, Meuterei oder Revolte definiert. Mit der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit nach dem Grundgesetz ist sie nicht vereinbar. Sie ist ein Verstoß gegen das Grundgesetz und wird dementsprechend hart sowie nachhaltig bestraft. Solange die Versammlungen und Demonstrationen von den zuständigen Behörden oder Gerichten genehmigt sind, handelt es sich nicht um soziale Unruhen. Diese Rechte sind in Deutschland sehr großzügig gefasst, wie an Einzelfällen immer wieder erkennbar ist. Bund und Länder investieren viel Personal, Ausrüstung und Manpower, um Demonstranten vor Gegendemonstranten zu schützen, und diese wiederum vor Bürgern, die mit keiner der beiden Seiten sympathisieren. All das ist normal sowie nach Recht und Gesetz, wenngleich der Zuschauer am Fernsehgerät das anders empfindet. Gesetze und Rechtsprechung sind in Deutschland so ausgereift und weitgreifend, dass es kaum oder so gut wie gar nicht zu sozialen Unruhen in diesem Sinne kommen wird.

Missstände in Deutschland – jeder kennt Beispiele dafür
Ganz anders sieht es mit Missständen aus. Bei einem Staatsvolk von reichlich achtzig Millionen Einwohnern und Bürgern gibt es zwangsläufig den einen oder anderen Missstand. Der ist ein Ausdruck von Unzufriedenheit, die sowohl temporär als auch systembedingt sein kann. Gravierende Situationen wie Arbeitslosigkeit, Altersarmut oder mangelnde Pflegeversorgung im Alter betreffen den Einzelnen direkt. Er kann sich dem nicht entziehen. Wenn nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden sind, oder wenn das Monatsnetto nicht zur Versorgung der Familie ausreicht, dann ist das ein gravierender Missstand. Der Staat, in diesem Falle die Bundes- und Landespolitiker, schafft es flächendeckend nicht, diese Grundbedürfnisse für die Bürger, von denen sie gewählt worden sind, dauerhaft sicherzustellen. Die Gründe dafür sind vielfältig und vielseitig; sie sind teilweise nicht beeinflussbar, oder sie können gar nicht beseitigt werden. Doch das ändert nichts an der Existenz von Missständen.

Der Föderalismus, die konkurrierende Gesetzgebung von Bund und Ländern, oder die immer neuen Gesetze und Verwaltungsanordnungen sind für den Bürger undurchschaubar. Das Gesundheitswesen beispielsweise, von dem jeder Einzelne betroffen ist, wird von Jahr zu Jahr komplizierter. Die Krankenkassenbeiträge steigen, und dem Bürger ist nicht zu vermitteln, dass nicht alles, was die Medizinforschung an Ergebnissen hervorbringt, sofort auch anwendbar und finanzierbar ist.

Missstände sind vielfach der Sammelbegriff für ein diffuses Empfinden an Unzufriedenheit. Das Wort wird vielfach missbraucht, obwohl es den Missstand in Deutschland auf buchstäblich allen Ebenen und Sektoren gibt. Als ein besonderer Missstand wird seit einigen Jahren die Situation um die Eurowährung empfunden. Der Kaufkraftverlust im Inland betrifft jeden einzelnen Bürger. Der versteht umgekehrt die wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht, wenn sich mit seinen Steuergeldern Deutschland an immer neuen EU-Rettungsschirmen beteiligt. Mittlerweile ist es kein Tabu mehr zu fragen, was der größere Missstand ist: der Euro-Rettungsschirm oder die Rückkehr zu einer nationalen Währung.

Die Folgen aus diesen Missständen sind unter anderem Resignation und Politikverdrossenheit, ergänzt um einen zunehmenden Egoismus, bei dem es jeder für richtig ansieht, in erster Linie oder überhaupt nur an sich selbst zu denken. Diese gesellschaftlichen Werteverluste müssten durch den Staat, also durch die Politiker sowie die Abgeordneten in Bundestag und Landtagen, revidiert werden. Das ist leider nicht der Fall, wie beispielsweise die Rücktritte zweier Bundespräsidenten innerhalb einer regulären Legislaturperiode zeigen. Der Weg vom Missstand zur sozialen Unruhe ist allerdings recht weit. Er ist fließend und vielfach auch eine Frage der Definition. Vereinzelte Maikrawalle wie in der Bundeshauptstadt sind auch dort auf wenige Straßenzüge innerhalb einiger Stadtteile begrenzt. Schon wenige Kilometer entfernt tanzen Jung und Alt bei Spaß und Unterhaltung in den Mai.

Die Bürger versuchen mit Erfolg, für einige Stunden ihre missliche Situation zu vergessen. Solange ihnen das noch gelingt, kann von sozialer Unruhe oder gar von einem Bürgerkrieg Deutschland keine Rede sein.text englishDer deutschen Wirtschaft geht es gut, den Deutschen geht es gut, und im Übrigen geht es den Deutschen besser als den meisten Europäern.…

Kein Bild

Kinder töten mit ihren eigenen Waffen: Debatte um amerikanisches Waffengesetz neu entfacht

11. Mai 2013 team 0

Tödliches Spiel: Waffen in den Händen von Kindern
Der fünfjährige Kristian Sparks aus Burkesville im US-Bundesstaat Kentucky versteht nicht, warum ihm seine Eltern das Geschenk, das sie ihm ein Jahr zuvor freudestrahlend überreicht hatten, nun wieder wegnehmen. Immerhin ist es sein ganzer Stolz, sein erstes eigenes Kindergewehr. Und noch etwas versteht der kleine Junge nicht. Seit dem 30.04.2013 ist seine zweijährige Schwester Caroline nicht mehr da. An diesem Tag war er mit ihr im Wohnzimmer gewesen. In der Ecke hatte achtlos sein Kindergewehr gestanden. Kristian hatte es hervorgeholt und damit herumhantiert. Dabei hatte sich plötzlich eine Kugel gelöst und die Brust seiner Schwester durchbohrt. Caroline war daraufhin blutend zu Boden gesunken. Am 03.05.2013 hatte die Beerdigung des zweijährigen Mädchens stattgefunden. – „War ich böse?“, will Kristian Sparks von seinen Eltern wissen.

Nur wenige Tage zuvor hatte ein Achtjähriger in Alaska seine fünfjährige Schwester erschossen. Am 06.04.2013 tötete ein Vierjähriger in Tennessee mit der Pistole eines Hilfssheriffs versehentlich dessen Gattin. Im gleichen Monat setzte ein ebenfalls Vierjähriger in New Jersey einem Spielkameraden sein Gewehr an den Kopf und drückte ab.

Europäer schütteln fassungslos den Kopf und fragen: Kleinkinder, die Gleichaltrige erschießen mit speziell für sie konzipierten Waffen in einem Land, in dem kein Krieg herrscht, das als zivilisiert und demokratisch gilt und dessen Präsident Obama 2009 den Friedensnobelpreis erhalten hatte – wie ist das möglich? Woraufhin viele US-Bürger – insbesondere im Süden und in den weniger dicht besiedelten Gebieten der Vereinigten Staaten – verwundert mit den Schultern zucken und entgegnen: Sollen wir etwa nicht unseren Kindern frühzeitig einen verantwortungsbewussten Umgang mit Schusswaffen beibringen?

Amerikanisches Waffengesetz
Das Recht auf den Besitz und das Tragen von Waffen in Amerika basiert auf dem vor 220 Jahren verbrieften zweiten Verfassungszusatz. Dieser ließ jedoch Interpretationsmöglichkeiten zu. Für Klarheit sorgten ab 2008 mehrere Urteile des Obersten Gerichtshofes, die das Recht auf Waffenbesitz von Privatpersonen manifestierten. Amerikanisches Waffengesetz ist von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich geregelt.

In dem Land mit seinen rund 312 Millionen Einwohnern sind schätzungsweise 300 Millionen Waffen im Umlauf. Nicht nur sich zu bewaffnen, sondern auch für ihre Kinder Waffen zu kaufen, zählt für viele US-Bürger zur Normalität. Die von Bill McNeal und seinem Sohn Steve gegründete Firma „Keystone Sporting Arms“ stellt speziell für Kinder Waffen her, die putzige Namen wie „Grille“ oder „Streifenhörnchen“ tragen. Sie sind in den Farben Blau und Rosa oder gestreift erhältlich. Jährlich produziert die Firma 60.000 Schießwaffen für den Nachwuchs und kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Kristian Sparks erschoss seine kleine Schwester mit einer „Grille“ der Keystone-Marke „My first Rifle“ (Mein erstes Gewehr).

Debatte über Waffen in Amerika
Doch es gibt nicht nur Waffennarren in den USA. Insbesondere nach aufsehenerregenden Amokläufen wie der am 15.12.2012 an einer US-Grundschule in Newtown entbrennt stets nach dem ersten Moment der Schockstarre eine heftige Debatte über eine Verschärfung des amerikanischen Waffengesetzes. Bekanntester Befürworter ist US-Präsident Obama, der allerdings für sein ambitioniertes Ziel keine Mehrheit im Kongress findet. Zu mächtig und einflussreich agiert die Waffenlobby NRA (National Rifle Association) im Hintergrund und torpediert alle Vorstöße in diese Richtung. Ihr Argument, Waffen in Amerika seien Ausdruck der kulturellen Eigenheit des Landes und ein Verbot käme einem Angriff auf die bürgerlichen Freiheiten und Rechte gleich, spricht vielen Amerikanern aus der Seele.

Täglich sterben in den USA etwa drei Menschen durch den sorglosen Umgang mit Waffen, darunter immer wieder Kinder. Beim Bombenanschlag auf den Boston Marathon starben drei Menschen. Die USA setzen alles daran, den Terrorismus im In- und Ausland zu bekämpfen, und sehen dennoch tatenlos zu, wie sich ihre eigenen Bürger gegenseitig niederschießen. Wenngleich nach dem Newtown-Attentat die Regierung von Connecticut eines der schärfsten Waffengesetze in den USA auf den Weg gebracht hat, haben zehn andere Bundesländer seitdem den Zugang zu Waffen erleichtert – darunter Kentucky.

Bis sich die Gesellschaft in den USA von ihrem liberalen Waffengesetz verabschiedet und die Macht der Waffenlobby bröckelt, ist es noch ein weiter, aber nicht aussichtsloser Weg. Zwar versanden bislang die Debatten über schärfere Gesetze immer wieder, aber die Stimmen der Befürworter werden nach jedem neuen Amoklauf und tödlichen Waffenunfall mit Kindern lauter und nehmen zu. Und letztendlich galt auch einst die Lobby der Tabakindustrie als unüberwindbare Bastion. Heute zählen die USA zu den Ländern mit den schärfsten Nichtraucherschutzgesetzen. Es besteht also Grund zur Hoffnung, dass eines Tages keine kleinen Kinder mehr zu Grabe getragen werden müssen, die versehentlich eine tödliche Kugel aus einem Kindergewehr traf.

Quellen:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fuenfjaehriger-erschiesst-schwester-toedliches-spielzeug-a-897698.html
http://www.n24.de/n24/d/2794012/kinderknarren-fuer-den-us-nachwuchs-.html
http://www.derwesten.de/panorama/waffen-fuer-die-kleinen-aimp-id7911381.html
http://www.tagesschau.de/ausland/waffenrechtusa100.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/verschaerftes-waffenrecht-in-den-usa-obama-holt-sich-unterstuetzung-von-opferfamilien-1.1644072
http://www.dw.de/mal-eben-eine-waffe-kaufen/a-16519341
http://www.stern.de/politik/ausland/waffenhandel-in-den-usa-ein-sturmgewehr-zum-kaffee-598276.html
http://www.20min.ch/ausland/news/story/Das-Geschaeft-mit-der-Kinderwaffe–Grille–boomt-23648551
http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-01/usa-waffen-kinder
http://www.wdr2.de/panorama/kinderwaffen114.html
Bonner General-Anzeiger vom 03.05.2013, S.32…

Kein Bild

Deutsche Soldaten in Afghanistan: Gefangen im Krieg

8. Mai 2013 team 0

Welchen Sinn hat es, deutsche Soldaten in Afghanistan zu stationieren? Nachdem am ersten Maiwochenende 2013 ein Elitesoldat der KSK gefallen ist, gewinnt diese Frage wieder an Brisanz.

Afghanistan Bundeswehr Einsatz rückt wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit
Mit dem ersten Tod eines deutschen Soldaten seit zwei Jahren, rückt der Afghanistan Bundeswehr Einsatz wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Seit 2002 sind 53 deutsche Soldaten bei ihrem Afghanistan Bundeswehr Einsatz getötet worden.
Ob die Freiheit von Deutschland oder lediglich die Interessen einiger Weniger am Hindukusch verteidigt wird, ist eine Frage, die sich umso drängender stellt, je mehr Menschenleben dieser Krieg fordert.

Obwohl in der Chronik dieses Krieges festgehalten ist, dass der Bundestagsbeschluss, deutsche Soldaten in Afghanistan kämpfen zu lassen, am 22. Dezember 2001 gefällt wurde, stellen viele Menschen heute keinen Zusammenhang zu den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center am 11. September desselben Jahres mehr her.

Andere haben jedoch nicht vergessen, dass der seit Ende des Zweiten Weltkriegs erste Einsatz deutscher Soldaten außerhalb Europas die Beteiligung an einem Vergeltungsfeldzug ist, den der damalige Präsident der USA, George W. Bush, mit der Operation „Enduring Freedom“ am 7. Oktober 2001 begonnen hatte. Der öffentliche Druck von Gegnern des Afghanistan Einsatzes trägt zur Verunsicherung von Soldaten und deren Angehörigen bei, denen von Teilen der Bevölkerung mit Ablehnung begegnet wird.

Zahl der deutschen Soldaten in Afghanistan wurde sukzessive erhöht
Die Zahl der deutschen Truppen wurde zwischen 2001 und 2010 sukzessive erhöht. Sollten zu Beginn der deutschen Beteiligung am Afghanistankrieg lediglich 1200 Soldaten der Internationalen Schutztruppe (ISAF) angehören, so beträgt deren Zahl heute immer noch 4400. Bis Ende Februar 2014 ist eine Verringerung auf 3300 geplant. Die größte Stärke betrug aufgrund des Bundestagsbeschlusses vom 26.Februar 2010 5350 Soldaten.

Die zunehmende Dauer des Krieges ließ die Zahl der Kritiker am Sinn der deutschen Kriegsbeteiligung ansteigen. Sie wollen sich nicht länger mit der steigenden Zahl von Opfern darunter viele Zivilisten, abfinden.
Auch das Aufkommen von Affären, wie die Ungereimtheiten bei der vom deutschen Kommandeur Georg Klein befohlenen Bombardierung zweier Tanklaster mit über 100 Todesopfern, rückte die deutsche Kriegsbeteiligung zunehmend in ein schlechtes Licht.

Auslandseinsätze stellen besondere Belastung dar
Auslandseinsätze stellen aus vielerlei Gründen eine besondere Belastung für die Streitkräfte dar. Fremdes und mitunter feindliches Terrain, eine latente Bedrohung, mangelnder Komfort, kaum Privatsphäre und soziale Kontakte setzen die Psyche der Soldaten einem hohen Maß an Stress aus. Hinzu kommt die Frage, wie die Lieben daheim ohne sie zurecht kommen. Und die Angehörigen leiden ihrerseits mit. Sie müssen ihren Alltag zu Hause alleine bewältigen und leben in ständiger Sorge um ihren Partner.

Berichte über traumatische Belastungsstörungen von Bundeswehrsoldaten und dem psychischen Stress, dem die Einsatzkräfte und ihre Angehörigen ausgesetzt sind, gehören nicht gerade zu den bevorzugten Themen, mit denen sich die Bundeswehr in der Öffentlichkeit auseinandersetzen möchte. Immerhin dauerte es bis Anfang April 2010, dass der deutsche Militäreinsatz in Afghanistan offiziell als „Krieg“ bezeichnet wurde.
Dafür ist in den letzten Jahren eine wachsende Zahl von Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt veröffentlicht worden, die sich mit allerlei Unzulänglichkeiten bei der Versorgung der Truppe durch ihren Dienstherrn auseinandersetzen. Darunter die Werke des Fallschirmspringers Achim Wohlgethan „Endstation Kabul“ und „Operation Kundus“, beide im Ullstein Verlag erschienen und der Bundeswehrärztin Heike Groos, „Das ist auch euer Krieg!“ und „Ein schöner Tag zum Sterben“ (beide S. Fischer Verlag).
In diesen Büchern wird das thematisiert, was nicht ins offizielle Bild der Bundeswehrpropaganda passt. Das Alleingelassensein derer, die vor Ort das umsetzen sollen, was ihnen von Politik und Militärführung vorgegeben wird.

Unterstützung von Seiten der Bundeswehr nicht immer gewährleistet
Hinzu kommt, dass sich Betroffene und deren Angehörige im Bedarfsfall nicht in jedem Fall der Unterstützung von Seiten der Bundeswehr sicher sein können. So beruft sich die Initiative „Angriff auf die Seele“ auf einen am 20.04.2013 gesendeten Bericht des NDR aus der Reihe „Streitkräfte und Strategien“, in dem unter anderem über die Praxis geklagt wird, Zeitsoldaten ins Zivilleben zu entlassen, ohne dass zuvor über deren Anträge auf Wehrdienstbeschädigung entschieden wurde. Besonders mit Hinblick auf psychische Verletzungen sei dies unverantwortlich, so die Initiative. „Angriff auf die Seele“ weist darauf hin, dass aufgrund der Vielzahl von derartigen Fällen, die an ihre und andere Organisationen von Angehörigen herangetragen werden, von Einzelfällen keine Rede sein kann. Der schlimme Verdacht, dass hinter diesen Vorfällen ein System steckt, drängt sich auf. Schon seit langem soll den Verantwortlichen bekannt sein, dass die Bearbeitung von Entschädigungsanträgen aufgrund von Personalmangel viel zu lange dauert, ohne dass hier Abhilfe geschaffen wurde.…